Wovon Monsieur Le Blon nicht einmal zu träumen gewagt hätte

Wovon Monsieur Le Blon nicht einmal zu träumen gewagt hätte

Wahrscheinlich haben Sie den Namen Jakob Christoph Le Blon noch nie gehört. Dabei steht dieser deutschstämmige Kupferstecher für zwei Erfindungen, die unseren Alltag bis heute prägen: Im Jahr 1710 entwickelte Le Blon den Dreifarbdruck, und 22 Jahre später, 1732, legte er mit der Addition einer weiteren Druckplatte die Grundlage für das heutzutage omnipräsente CMYK-Druckverfahren.

Im stark kompetitiven wirtschaftlichen Umfeld, dem heute das Druckgewerbe ausgesetzt ist, sind allerdings Verfahren und Lösungen gefragt, die den traditionellen Vierfarbdruck hinter sich lassen. Und für die durch schrumpfende Druckvolumina und schwindende Margen schwer in Mitleidenschaft gezogene Branche gibt es tatsächlich einen Hoffnungsschimmer: den Digitaldruck. Dank dieser Technologie können Druckereien ihren Kunden völlig neue Funktionen, eine deutlich höhere Qualität und eine größere Flexibilität zu geringeren Kosten bieten. Kosten, die durch die in digitalen Umgebungen möglichen Automatisierungen und Workflowoptimierungen noch einmal gesenkt werden können.

Neben dem Kostenaspekt besteht das schlagkräftigste Argument für die neue Drucktechnik allerdings in einer Möglichkeit, auf welche Verbraucher schon lange warten: Die Erzeugung einer völlig neuen Farbpalette mittels Trockentinten, in der insbesondere Metallic- und Weißtöne für bestechende Effekte sorgen können – und mit denen Anwendungsfälle realisiert werden können, die Jakob Christoph Le Blon zum ungläubigen Staunen gebracht hätten:

Was die Inhaber und Mitarbeiter von Druckereien dabei besonders erfreuen dürfte: Angesichts der mit der neuen Drucktechnik erzielbaren Qualitäten sind die Käufer bereit, deutlich mehr zu zahlen. So berichten Druckereien von möglichen Aufschlägen im Bereich von bis zu knapp 90 Prozent im Vergleich zu CMYK, während eine InfoTrends-Studie aus dem Jahr 2016 von potenziellen Margenverbesserungen durch Digitaldruck von bis zu 400 Prozent spricht.

Für das gewaltige Potenzial des Digitaldrucks jenseits von CMYK spricht noch eine Zahl: Aktuell werden nur 0,5 Prozent des Farbseitendrucks auf digitalen Druckerpressen oder über digitale Prozesse abgewickelt. Druckereien, die auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben wollen, bietet sich hier eine Geschäftsgelegenheit, die viel zu gut ist, um sie nicht zu nutzen!